Felix Sturms Einnahme von Doping bestätigt

  11 November 2016    Gelesen: 611
Felix Sturms Einnahme von Doping bestätigt
Bereits im Februar wurde bei Felix Sturm eine positive A-Probe festgestellt. Jetzt zeigt auch die B-Probe die Einnahme unerlaubter Mittel. Sportliche Folgen drohen dem Boxer nicht, wohl aber rechtliche.
Der ehemalige Boxweltmeister Felix Sturm ist des Dopings überführt worden. Wie die Kölner Staatsanwaltschaft bestätigte, war auch der Befund seiner B-Probe aus dem Februar dieses Jahres positiv. "Die Ermittlungen werden jetzt fortgesetzt", teilte die Kölner Staatsanwaltschaft mit.

Sturm wurde nach seinem Sieg in der WM-Revanche gegen den Russen Fjodor Tschudinow am 20. Februar in Oberhausen in der A-Probe positiv auf die anabole Substanz Hydroxy-Stanozolol getestet. Bereits seit Mai dieses Jahres zog sich die Öffnung der B-Probe hin, nun war es soweit. Gegen Sturm wird wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Anti-Doping-Gesetz ermittelt. Demnach könnte ihm im schlimmsten Fall eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren drohen.

Sportliche Folgen wird die Angelegenheit für Sturm wohl nicht haben. Anfang Oktober legte er seinen WBA-Titel im Supermittelgewicht nieder - offiziell wegen einer Ellenbogenverletzung. Der Weltverband WBA verzichtete daraufhin auf eine Sperre des Boxers. "Da der Weltverband kein Verfahren gegen Sturm eröffnet hat, werden ihm auch von uns keine Konsequenzen drohen", sagte Präsident Thomas Pütz vom Bund Deutscher Berufsboxer (BDB).

Der BDB könnte Sturm laut eigener Statuten ohnehin maximal für ein Jahr sperren. Da Sturm aber nicht vor Februar 2017 wieder in den Ring steigen will, bliebe diese Strafe ohne Wirkung.

Quelle : spiegel.de

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