Das Familienministerium erhebt Unterschiede zwischen Ost- und Westfrauen

  14 November 2016    Gelesen: 398
Das Familienministerium erhebt Unterschiede zwischen Ost- und Westfrauen
Das Familienministerium erhebt statistische Unterschiede zwischen Frauen in Ost- und Westdeutschland. Gerade beim Thema Kinder weisen die Zahlen erhebliche Unterschiede nach
26 Jahre ist die Wiedervereinigung nun her. Zeit genug, möchte man meinen, um alle Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschen verschwinden zu lassen.

In einer Broschüre jedoch weisen das Bundesfamilienministerium, das Umfrageinstitut YouGov und das Statistische Bundesamt auf all die Unterschiede hin, die zwischen Frauen in den alten und den neuen Bundesländern immer noch bestehen.

Die Wochenzeitung "Die Zeit" zitiert aus der Broschüre, die den Titel "Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit in Ost- und Westdeutschland" trägt. Gerade beim Thema Kinder, zeigen die Zahlen: Es macht einen deutlichen Unterschied, ob die Mutter in München oder in Leipzig lebt.

Mehr Kinder, mehr Arbeit im Osten

Ihr erstes Kind bekommen die Frauen in Westdeutschland im Durchschnitt mehr als ein Jahr später als die Frauen im Osten. 29,5 Jahre stehen 28,1 Jahren gegenüber.

Insgesamt bekommen die Frauen in Ostdeutschland leicht mehr Kinder als in Westdeutschland. Im Durchschnitt kommen sie auf 1,56 Kinder, im Westen sind es 1,49 Kinder.

Interessant wird es, wenn es darum geht, ob die Kinder in einer Ehe oder unehelich geboren werden. Der deutliche Unterschied: In Westdeutschland werden 60 Prozent der Kinder in einer Ehe geboren, im Osten 60 Prozent der Kinder außerhalb einer Ehe.

Ein Blick auf Arbeitsstatistiken zeigt: Die Mütter im Osten können sich nicht nur auf ihr Kind konzentrieren. 40 Prozent von ihnen arbeiten in einem Vollzeit-Job, während im Westen gerade einmal 17 Prozent aller Mütter Vollzeit arbeiten.

Dementsprechend besuchen auch mehr Kinder in Ostdeutschland eine Krippe. Jedes zweite Kind unter drei Jahren wird dort betreut, im Westen ist es nicht einmal jedes dritte.

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Jobangst und shoppende Frauen im Westen

Auch wenn im Osten mehr Frauen arbeiten, haben die Frauen im Westen mehr Angst um ihren Job, sollten sie um eine Teilzeitstelle bitten. 68 Prozent der Frauen fürchten, dass sie dann gehen müssten. In Ostdeutschland denken das nur 47 Prozent der Frauen.

Die Broschüre zeigt aber auch humorvolle kleine Unterschiede. Beispielsweise lässt sich jeder zweite West-Mann von seiner Frau einkleiden, während es im Osten nur 38 Prozent der Männer sind, für die ihre Frau die KleidungFinden Sie jetzt die perfekte Mode aus zweiter Hand! kauft.

Manchmal geht die Spaltung zwischen Ost und West auch mitten durch die Sprachgewohnheiten. So sagt die Mehrheit der Frauen im Westen zu ihrer Mutter "Mama", im Osten sagen sie dagegen "Mutti".


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