Verhandlungen zum Einzelthema der Vergütung von rund 5400 Piloten der Kerngesellschaft Lufthansa, der Lufthansa Cargo und der Tochter Germanwings sind dem Vernehmen nach gescheitert.
Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat für diesen Montag zu einer Pressekonferenz am Frankfurter Flughafen in Hessen eingeladen, um über das weitere Vorgehen zu informieren.
Die Lufthansa will einen erneuten Arbeitskampf der Piloten mit einer Schlichtung abwenden. Die VC hatte seit April 2014 insgesamt in 13 Runden streiken lassen.
Man habe der Gewerkschaft am Montagmorgen schriftlich zwei konkrete Schlichter vorgeschlagen, erklärte ein Unternehmenssprecher, ohne Namen zu nennen. Eine Antwort der VC war Lufthansa zufolge zunächst nicht eingetroffen. Die Gewerkschaft verwies auf ihre Pressekonferenz.
Nach bislang 13 Streikwellen ist die Sachlage in dem festgefahrenen Tarifkonflikt komplizierter denn je. Mit der Altersversorgung und den Übergangsrenten sind weitere zentrale Tarifthemen ungeklärt.
Auch hatte die VC vergeblich in Sondierungen versucht, die Arbeitsbedingungen für Piloten bei der Billigtochter Eurowings in ihrem Sinne zu regeln.
Lufthansa lehnt es ab, die dortigen Piloten nach dem teuren Lufthansa-Regelwerk zu beschäftigen. Ein isolierter Tarifabschluss allein zu den Gehältern wurde wegen der Gemengelage schon im Vorfeld als unwahrscheinlich angesehen.
Zuletzt hatten die Lufthansa-Piloten im September 2015 die Arbeit niedergelegt.
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