Den entgegengesetzten Weg geht seit einigen Jahren der New Yorker Künstler Danny Evans. Für sein Photoshop-Projekt "Planet Hiltron" verpasst er Menschen wie Tom Cruise, Angelina Jolie oder Beyoncé ein sogenanntes Celebrity Make-under: Evans addiert zum prominenten Ausgangsmaterial Halbglatzen, Schmerbäuche, Dauerwellen und grobe Mischhaut hinzu - und formt so aus Megastars veritable Mauerblümchen.
In erster Linie ist das unglaublich unterhaltsam; ein bisschen so wie das Gefühl, zwanzig Jahre nach dem Abitur seine Mitschüler wiederzutreffen und sich heimlich daran zu freuen, wie der Klassenschönling von damals aus dem Leim gegangen ist.
Für Evans steckt allerdings auch ein ernstes Anliegen dahinter. Extrem bearbeitete Fotos von Prominenten seien inzwischen die Norm, sagte er dem Onlineportal pulsefeedz.com. "Ich wollte den Prozess umkehren und zeigen, wie Stars ohne Photoshop, ohne Trainer, ohne Stylisten und ohne unbegrenzte finanzielle Mittel aussähen." Für ihn hätten seine Arbeiten eine klare Botschaft: "Glaubt nicht alles, was ihr seht!"
Beim Publikum kommen seine Otto-Normalpromis bestens an. Mehr als 40.000 Facebook-Likes hat "Planet Hiltron" bereits gesammelt. Einige besonders gelungene Celebrity Make-unders finden Sie in unserer Bildergalerie.
Quelle : spiegel.de
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