Ausgemergelt, spärlich geschmückt und kaum beleuchtet, so präsentierte sich die Tanne aus den Wäldern des Trentino, die Raggi, Spitzenpolitikerin der europakritischen Protestbewegung "Fünf Sterne", auf der zentralen Piazza Venezia aufstellen ließ und persönlich die Kerzen anzündete. Der Weihnachtsschmuck ließ derart zu wünschen übrig, dass die Bürgermeisterin mit Kritik im Internet und in den Medien überschwemmt wurde. Oppositionsparteien nutzten die Gelegenheit, die politische Unerfahrenheit der 38-Jährigen hervorzuheben.
"Unwürdig, Rom vorzustehen".
"Raggi ist unwürdig, einer Hauptstadt wie Rom vorzustehen. Ihre Gruppierung ist nicht in der Lage, der Stadt die wesentlichen Dienstleistungen zu sichern und sogar unfähig, mit vier anständigen Glühbirnen den Weihnachtsbaum zu schmücken", kritisierte Maurizio
Gasparri, Senator der Rechtspartei Forza Italia um Silvio Berlusconi.
Die mit mehreren Krisensituationen konfrontierte Raggi reagierte: Der Christbaum erhielt zusätzliche Beleuchtung und Weihnachtskugeln. "In den vergangenen Jahren hat es viel Verschwendung auf Kosten der Römer gegeben, wir haben den Kurs geändert. Der Christbaum ist der Stadt geschenkt worden. Wir haben nur die Transport- und
Aufstellungskosten übernommen", rechtfertigte sich Raggi auf Facebook.
Quelle:diepresse
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