"Wir haben den falschen Mann", zitierte die Zeitung einen ranghohen Polizeiführer. "Und damit eine neue Lage. Denn der wahre Täter ist noch bewaffnet auf freiem Fuß und kann neuen Schaden anrichten." Auf Twitter forderte die Polizei die Berliner auf, "besonders wachsam" zu sein. Der Verdächtige habe die Tat abgestritten.
Berlins Polizeichef Klaus Kandt sagte, es sei in der Tat "nach meinem Stand unsicher, ob es wirklich der Fahrer war." Man könne dies zum aktuellen Zeitpunkt nicht bestätigen. "Zu den Ermittlungen kann ich mich nicht äußern", so Kandt in einer Pressekonferenz. "Das kann nur der Generalbundesanwalt. Sollte sich der Tatverdacht nicht erhärten, werden wir entsprechend die Fahndung nach dem dann flüchtigen Täter einleiten."
Waffe bisher nicht gefunden
Die Ermittlungen dauerten demnach noch an. Es würden unter anderem DNA-Proben mit Spuren in dem Sattelschlepper abgeglichen, und der Mann werde auf Schmauchspuren, also Rückstände von Schießpulver, an den Händen untersucht.
Zuvor hatte Bundesinnenminister Thomas de Maizière bereits eingeräumt, dass die Waffe, mit der vermutlich der polnische Lkw-Fahrer erschossen wurde, bisher nicht gefunden wurde. Er war nach dem Anschlag tot auf dem Beifahrersitz des Fahrzeugs gefunden worden.
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