Wie fast alle Kunden lässt auch der 45-Jährige die Prozedur über sich ergehen und verlässt mit frisch geschnittenen Haaren den Salon.
So weit, so alltäglich. Doch dann passiert, was Tyler von fast allen anderen Kunden unterscheidet: In den folgenden Tagen bekommt er heftige Kopfschmerzen und kollabiert zwei Tage später in London bei einem Business-Meeting. Mit dem Notarztwagen wird er in das nächstliegende Krankenhaus und von dort ins National Hospital for Neurology and Neurosurgery transportiert.
Nacken überstreckt, Arterie verletzt
Für die Ärzte steht schnell fest: Tyler hat einen Schlaganfall. In seinem Hirnstamm ist es zu einer Mangeldurchblutung gekommen, wodurch er verwaschen spricht und Doppelbilder sieht. Seine Bewegungen kann er nur schwer koordinieren, die Schmerz- und Temperaturempfindung hat er teilweise verloren.
Was das mit dem Friseurbesuch zu tun hat? Sehr viel, davon sind die Londoner Ärzte überzeugt: Sie glauben, dass sich Tyler durch das Überstrecken des Kopfes nach hinten auf den harten Waschbeckenrand eine Arterie im Nackenbereich verletzt hat. Das erklärt seine starken Kopfschmerzen. Im verletzten Bereich, so ihre Annahme, habe sich dann ein Blutgerinnsel gebildet, das sich zwei Tage später gelöst und die Blutversorgung in einem Teil des Hirnstamms blockiert habe.
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