In der Nacht zum Sonntag sei er dann mit einem Messer auf Beamte in der Wache losgegangen. Die Polizisten hätten ihre Waffen gezogen und jeweils einmal geschossen. Sie trafen den Angreifer ins Bein und in den Hals, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.
Der Bewaffnete sei kurz vor Mitternacht im Vorraum der Wache aufgetaucht und habe mit dem Messer in der Hand randaliert, berichtete die Polizei. Er habe sich weder beruhigen noch durch Pfefferspray abhalten lassen. Dann habe er die Scheibe eines kleinen Fensters in der Wand eingeschlagen, sei mit einem Hechtsprung in den Wachraum gelangt und auf die Beamten zugestürmt. Die griffen daraufhin zu ihren Pistolen.
Laut Obduktion starb der 43-Jährige durch einen Treffer in den Hals. Nach bisherigen Ermittlungen gehörte der Mann zum Alkohol- und Drogenmilieu. Ob er bei dem Angriff unter Drogen gestanden habe, müssten weitere Untersuchungen zeigen, hieß es.
Drei Messerangriffe im Vorfeld
Es deute vieles daraufhin, dass es sich bei dem Mann um denselben Täter handelt, der zuvor offenbar drei Menschen wahllos angegriffen und mit einem Messer verletzt hatte, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen hierzu dauerten aber noch an.
Gut eine Stunde vor dem Zwischenfall auf der Polizeiwache waren die Beamten wegen eines Messerangriffs alarmiert worden. Ein 34-jähriger Mann war durch einen Stich in die Hüfte verletzt und in ein Krankenhaus gebracht worden. Eine Stunde später gab es in fußläufiger Nähe einen weiteren Angriff: Mit einer Halswunde wurde ein 33-Jähriger schwer verletzt in eine Klinik eingeliefert. Zehn Minuten später hatte ein Angreifer in einigen Hundert Metern Entfernung auf eine 23-Jährige eingestochen und sie am Bauch verletzt. Alle drei Opfer sind inzwischen laut Polizei außer Lebensgefahr.
Quelle : spiegel.de
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