Dafür verantwortlich zeichnet sich der französische Konkurrent Vivendi. Der Medienriese und der einst vom ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi gegründete Mediaset-Konzern hatten zunächst über eine Kooperation im Pay-TV-Bereich gesprochen. Als die Verhandlungen dann scheiterten, schlug Vivendi, Mutter-Konzern von Canal Plus, einen anderen Weg ein und versucht seitdem seinen Anteil an Mediaset auszubauen. Seit dem Einstieg von Vivendi im Dezember waren die Aktien von Mediaset um rund 50 Prozent gestiegen.
Vivendi strebt einen Mediaset-Anteil von 30 Prozent an. Bei dieser Höhe des Aktienkapitals liegt die Schwelle, bei der ein Anteilseigner den übrigen Aktionären ein Übernahmeangebot für ihre Anteile unterbreiten muss. Diese will Vivendi nach eigenem Bekunden nicht überschreiten. Vor einer Woche meldete Vivendi, 28,8 Prozent des Aktienkapitals und 29,94 Prozent der Stimmrechte an dem Konzern zu halten.
Gegen einen Ausbau des Vivendi-Einflusses gebe es aber erhebliche Widerstände, so von der Berlusconi-Holding Fininvest, die etwa 40 Prozent an Mediaset hält. Mediaset selbst wollte zudem Pläne vorstellen, mit denen man den Ertrag längerfristig deutlich steigern will. Zudem hatte Mediaset den Einstieg Vivendis und deren Aufstockung der Anteile als "rechtswidrig" bezeichnet und die Behörden eingeschaltet. Die italienische Medienaufsicht AGOM hatte danach mitgeteilt, die Angelegenheit werde weiter untersucht und ziehe sich noch hin.
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