Streit in der AfD um Umgang mit Höcke

  13 Februar 2017    Gelesen: 803
Streit in der AfD um Umgang mit Höcke
Die AfD-Spitze hat sich mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit für ein Parteiausschlussverfahren gegen den Thüringer Landesvorsitzenden Höcke ausgesprochen.
Begründet wurde dies mit Höckes umstrittenen Äußerungen zum Umgang mit der deutschen Vergangenheit. Die Bundesvorsitzende Petry sprach von einem "klaren Signal, dass die Partei ihren bürgerlich-freiheitlichen Kurs" fortsetzen werde. Ihr Co-Vorsitzender Meuthen dagegen äußerte sich skeptisch und betonte, dass es für einen Rauswurf Höckes hohe Hürden gebe. Er habe gegen den Antrag gestimmt. Der stellvertretende AfD-Chef Gauland bezeichnete den Schritt im MDR als "völlig verfehlt". Höcke habe an keiner Stelle die Ordnung der Partei verletzt. Vielmehr müsse man eine Spaltung oder Abspaltung verhindern.

Höcke selbst erklärte, er nehme die Entscheidung des Bundesvorstands mit Bedauern und Zitat "in tiefer Sorge um die Einheit der Partei" zur Kenntnis. Dem Verfahren vor dem Schiedsgericht sehe er gelassen entgegen. Am Nachmittag will er sich noch vor der Presse äußern.

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