Mordversuch gegen georgischen Patriarchen: Gift sollte nach Deutschland gelangen

  14 Februar 2017    Gelesen: 705
Mordversuch gegen georgischen Patriarchen: Gift sollte nach Deutschland gelangen
Der georgische Hauptstaatsanwalt Irakli Schotadse hat am Montag offiziell bestätigt, dass ein Attentat auf Georgiens Katholikos und Patriarchen, Ilia II., vereitelt worden ist. Der mutmaßliche Täter, der Leiter des Amtes für Vermögensverwaltung des Patriarchats, Georgi Mamaladse, sei am Freitag festgenommen worden.
Laut Anzeige eines georgischen Bürgers hatte Mamaladse ihm eine reiche Belohnung versprochen, wenn dieser Zyanid, ein starkes Gift, für ihn beschaffen würde. Nach vorliegenden Angaben plante Mamaladse eine Reise nach Deutschland, wo sich der Patriarch zu einer chirurgischen Behandlung aufhält.

Es wurde indes berichtet, dass Ilia II. am Montag in einer Berliner Klinik erfolgreich wegen Gallensteinen operiert wurde. Den Worten seiner begleitenden Personen zufolge sagte der Patriarch, er glaube nicht, dass man ihn vergiften wollte.

Im Herbst 2016 war bekannt geworden, dass es heftige Differenzen zwischen dem liberalen und dem konservativen Flügel der Georgischen orthodoxen Kirche gibt. Sogar georgische Zeitungen berichteten über Auseinandersetzungen innerhalb der Kirchenelite – ein faktisch tabuiertes Thema für Medien. Bei einer fünfstündigen Versammlung der Synode unter Teilnahme von 46 Erzbischöfen konnte keine Einigung erzielt werden. Die Situation soll sich nur noch mehr zugespitzt haben.

Quelle : sputnik.de

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