"Armutsbericht zu undifferenziert"

  02 März 2017    Gelesen: 260
"Armutsbericht zu undifferenziert"
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hält den Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands für zu undifferenziert.
Hauptgeschäftsführer Landsberg nannte es zu pauschal, Menschen mit weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens als arm zu bezeichnen. Er sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", diese Einstufung sage nichts über die tatsächliche Situation eines Menschen aus und bedeute nicht unbedingt, dass die Betroffenen "abgehängt" seien. Als Beispiel nannte er die 2,8 Millionen Studenten. Hunderttausende von ihnen fielen in die umstrittene Armutskategorie, seien aber gesellschaftspolitisch besonders aktiv und sähen sich zu Recht als die zukünftige Leistungselite. - Im jüngsten Armutsbericht heißt es, die Zahl der Armen in Deutschland habe mit 12,9 Millionen einen neuen Höchststand erreicht.

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