Jeder zweite Journalist ist Zielscheibe von Hass und Aggression – Studie

  06 März 2017    Gelesen: 672
Jeder zweite Journalist ist Zielscheibe von Hass und Aggression – Studie
Jeder zweite Journalist empfindet die zunehmende Aggression gegen seine Berufsgruppe als Belastung, wie aus einer Studie unter Leitung des Konfliktforschers Andreas Zick von der Universität Bielefeld hervorgeht. Die Forschung wurde im November und Dezember 2016 auf Initiative des Mediendienstes Integration durchgeführt.


Demnach gaben 66,5 Prozent der 549 befragten Journalisten an, hasserfüllte Reaktionen auf journalistische Beiträge hätten in den letzten zwölf Monaten zugenommen. Rund 27 Prozent hätten dies auch in Bezug auf eigene Beiträge erlebt.

Dabei sei ein Viertel der Betroffenen im angegebenen Zeitraum auf Demonstrationen oder in Interviewsituationen verbal oder körperlich attackiert worden.

38 Prozent der Journalisten, die Zielscheibe von Hassreden wurden, seien über soziale Netzwerke oder über die Kommentarfunktionen ihres Mediums angegriffen worden.

Ein Journalist gab sogar an, er sei bereits mehrmals aus Recherchen aus Angst um seine persönliche Sicherheit ausgestiegen. Ein anderer Studienteilnehmer sagte, das Publizieren sei zur Mutprobe geworden.

Quelle : sputnik.de

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