Das Amtsgericht Düsseldorf hat die Frau wegen Betruges nun zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss sie die zu viel gezahlten Bezüge zurückerstatten und eine Geldstrafe von 2500 Euro an ein Kinderhospiz zahlen.
Damit folgte das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Begründung: Die inzwischen pensionierte Lehrerin hätte merken müssen, dass etwas mit den Abrechnungen nicht stimmt, das sehe ihre Treuepflicht als Beamtin vor.
Die Abrechnungen waren zu kompliziert
Die Lehrerin war aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Urteilsverkündung erschienen. Sie sei durch das laufende Strafverfahren psychisch stark belastet, erklärte ihr Anwalt per Fax. Die komplizierten Abrechnungen des Besoldungsamtes habe sie nie verstanden und daher deren Berechnungen vertraut.
Bereits im vergangenen Jahr wurde ein ähnlicher Fall vor dem Landgericht Düsseldorf verhandelt: Eine Lehrerin hatte Bezüge für eine 41-Stunden-Woche bekommen, obwohl sie nur 18 Stunden arbeitete. Die Frau musste die zu Unrecht kassierten 237.000 Euro zurückzahlen.
Demnächst wird sich das Amtsgericht mit ähnlichen Fällen beschäftigen müssen. Nach einer internen Prüfung sollen drei weitere Lehrer Bezüge kassiert haben, die ihnen nicht zustanden, heißt es beim Landesamt für Besoldung.
Quelle : spiegel.de
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