Gefechte zwischen Rebellen und Banden in Kolumbien

  10 März 2017    Gelesen: 634
Gefechte zwischen Rebellen und Banden in Kolumbien
«Die Banden leben vom Drogenhandel und wollen die Zerstörung der Koka-Plantagen verhindern»
Bogotá (dpa) - Die linke Guerillaorganisation ELN und das Verbrechersyndikat Clan del Golfo bekämpfen nach Auffassung der Generalstaatsanwaltschaft in Kolumbien mit brutaler Gewalt die Anti-Drogen-Politik des südamerikanischen Landes. Mit der Ermordung sozialer Aktivisten, Dorfvorstehern und Menschenrechtlern wollten die Organisationen verhindern, dass Koka-Bauern künftig legale Produkte anbauen, sagte Generalstaatsanwalt Néstor Humberto Martínez am Donnerstag. Im vergangenen Jahr wurden in Kolumbien nach Regierungsangaben 120 Aktivisten getötet.

«Die Banden leben vom Drogenhandel und wollen die Zerstörung der Koka-Plantagen verhindern», sagte Martínez. Zudem versuchten die kriminellen Organisationen, die von der Rebellengruppe Farc aufgegebenen Gebiete unter ihre Kontrolle zu bringen. Nach einem Friedensabkommen im vergangenen Jahr legen die Farc-Mitglieder unter Aufsicht der Vereinten Nationen derzeit die Waffen nieder. Auch die ELN führt Friedensverhandlungen mit der Regierung.

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