Nach der ersten Tat hatte die Polizei mit einer groß angelegten Aktion bundesweit nach dem flüchtigen Täter gefahndet. Zahlreiche Menschen in der Stadt im Ruhrgebiet waren tagelang in Sorge vor weiteren Taten. Der 22 Jahre alte Christopher, ein Bekannter des mutmaßlichen Täters, war drei Tage nach Jaden ebenfalls erstochen in Herne gefunden worden.
Am Mittwoch hatten Hunderte Menschen bereits in einem Gottesdienst in Herne der beiden Mordopfer Jaden und Christopher gedacht. Viele Trauergäste brachten Blumen, Grablichter und Stofftiere mit. Schüler von Jadens Schule brachten Kartons in den Altarraum der Herz-Jesu-Kirche, auf die sie ihre Gefühle geschrieben hatten. "Angst", "Wut", "Traurigkeit" und "Unsicherheit" war darauf zu lesen. "Wir sind sprachlos", sagt Pastoralreferentin Birgit Terfloth zu Beginn. "Es macht Angst, es macht wütend, es lähmt uns."
Diskussionen löste das Erscheinen von Rockern der Gruppierung Bandidos aus. Sie fuhren mit Motorrädern vor, etwa zehn erschienen in Kutte. Der Stiefvater von Jaden ist nach Angaben des Anwalts der Familie Mitglied der Bandidos in Essen. Bei der Beerdigung wollen neben den Bandidos auch Rocker der Hells Angels dabei sein. "Wir werden einige Leute schicken", sagte ein Sprecher.
"Wir erwarten Angehörige von Rockergruppierungen", sagte ein Sprecher der Polizei Recklinghausen. Zur Zahl der Rocker, die bei der Beerdigung erwartet werden, machte er keine Angaben. Die Beamten rechnen mit insgesamt 500 bis 1000 Trauergästen in Herten.
Quelle: n-tv.de
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