Die Familie hatte seit Tagen am Krankenbett der Schauspielerin gewacht. "Wir sprechen mit ihr", hatte Kaufmanns Enkelin Dido Sargent der "Bild"-Zeitung erklärt. "Ich bin sicher, sie spürt, dass wir da sind. Wir zeigen ihr, dass wir sie lieben. Zusammenhalten. Ihr beistehen. Egal, was ihr Körper und ihre Seele entscheiden zu tun." Die Familie versuche, angstfrei mit der Situation umzugehen.
"Meine Großmutter hat immer ganz locker über den Tod gesprochen", Sargent. "Leben und Tod gehören zusammen. Niemand wird geschont. Aber wir hoffen alle, dass wir sie noch mal sprechen können." Die Sprecherin von Kaufmann hatte sich zuvor im Namen der Familie "von Herzen für die wundervolle überwältigende Anteilnahme vieler mitfühlender Menschen aus der ganzen Welt" bedankt.
Von Hollywood zurück in die Heimat
Kaufmann spielte bereits als Kind in den 1950er Jahren ihre ersten Rollen - ihr Debüt gab sie 1952 in Willi Forsts "Im weissen Rössl". Als Karin Steinhof in Gottfried Reinhardts "Stadt ohne Mitleid" erlangte sie knapp zehn Jahre später, im Jahr 1961, internationale Berühmtheit. Damals lernte sie bei Dreharbeiten Hollywood-Star Tony Curtis kennen, den sie zwei Jahre später heiratete. Das Paar bekam zwei Töchter.
Nach der Scheidung von Curtis kehrte Kaufmann Ende der 60er Jahre nach Europa zurück. In Erinnerung in Deutschland ist sie auch aus ihrer Rolle in Helmut Dietls Serienerfolg "Monaco Franze" geblieben.
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