Roginsky wirft Ailes vor, er habe seinen Blick über ihr Kleid schweifen lassen und bei Treffen unter vier Augen sein sexuelles Interesse an ihr deutlich gemacht. Ailes soll sie unter anderem aufgefordert haben, ihn zu küssen und ihr zudem empfohlen haben, sexuelle Beziehungen mit "älteren, verheirateten, konservativen Männern" zu unterhalten. Nachdem sie ihm eine Abfuhr erteilt habe, sei ihr ein bereits versprochener Moderationsjob verweigert worden.
"Roginsky hat sich geweigert, sich auf eine sexuelle Beziehung mit Ailes einzulassen. Als Folge haben sich Fox News und Ailes gerächt", heißt es in der Klageschrift der Anwaltskanzlei Smith Mullin. Roginsky fordert daher von Fox News Schadenersatz und Strafzahlungen, wobei sie keine konkrete Summe nannte.
Ailes' Anwältin Susan Estrich wies Roginskys Vorwürfe als "totalen Schwachsinn" zurück. "Bei dieser Trittbrettfahrer-Klage geht es nicht um Diskriminierung oder Rache", erklärte die Anwältin. "Es geht um jemanden, der bei einem massiven Rufmord dick auftragen will um zu erreichen, was sie nicht auf Grundlage von Verdiensten erreichte."
Ailes war im Juli als Chef von Fox News zurückgetreten. Zuvor hatte die Moderatorin Gretchen Carlson ihm in einer Klage vorgeworfen, er habe sie gefeuert, weil sie sich seinen sexuellen Avancen widersetzt habe. Der Rechtsstreit wurde im September beigelegt: Fox News entschuldigte sich bei Carlson für ihre Behandlung und zahlte ihr Berichten zufolge 20 Millionen Dollar (18,7 Millionen Euro) Schmerzensgeld.
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