DNA-Test im Mordfall Bögerl negativ

  06 April 2017    Gelesen: 429
DNA-Test im Mordfall Bögerl negativ
Die DNA eines im Mordfall Maria Bögerl festgenommenen Mannes stimmt nicht mit Spuren am Auto des Mordopfers überein. Das hat die Staatsanwaltschaft mitgeteilt.
Eine Untersuchung hat ergeben, dass die DNA eines Mannes nicht mit Spuren übereinstimmt, die im Auto des Mordopfers Maria Bögerl gefunden wurden. Das teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Ellwangen, Armin Burger, mit.

Es werde nun geprüft, ob der Mann dem Haftrichter vorgeführt oder freigelassen werde, sagte Burger. Trotz der fehlenden Übereinstimmung der DNA-Proben könne man auch nicht einfach darüber hinwegsehen, dass sich der Mann selbst der Mordtat gerühmt habe, sagte Burger. Die Ermittler müssten bei einer Entscheidung über das weitere Vorgehen auch die Angaben des Mannes bei seiner mehrstündigen Vernehmung berücksichtigen. Einzelheiten dazu nannte Burger nicht.

Der 47-jährige Festgenommene soll betrunken im vergangenen Juli zwei Passanten im westfälischen Hagen erklärt haben, er habe Bögerl, Frau eines Bankiers aus Heidenheim, erstochen. Im Verhör bestritt er aber, an der Entführung und Ermordung der Frau beteiligt gewesen zu sein. Die Polizei Ulm teilte allerdings mit, der 47-Jährige habe angegeben, einen Hass auf die Familie Bögerl gehabt zu haben.

Der Mann war am Mittwochabend nach einem öffentlichen Fahndungsaufruf in seiner Wohnung in Königsbronn im Landkreis Heidenheim festgenommen worden. Die Gemeinde liegt vom Haus, aus dem Bögerl entführt wurde, nur wenige Kilometer entfernt. Zu dem 47-Jährigen hatten Audio-Aufnahmen geführt, die Passanten 2016 im westfälischen Hagen aufgenommen hatten.

Die 54-jährige Bögerl war am 12. Mai 2010 aus dem Haus ihrer Familie in Heidenheim entführt worden. Ein bis heute unbekannter Täter meldete sich nach der Entführung telefonisch und forderte 300.000 Euro Lösegeld. Die Geldübergabe scheiterte allerdings.

Die Leiche der Frau wurde knapp drei Wochen später in einem Wald gefunden. Die Obduktion ergab, dass die 54-Jährige mit einem etwa 20 Zentimeter langen Messer erstochen worden war. Der zwischenzeitlich fälschlich unter Verdacht geratene Ehemann Bögerls beging gut ein Jahr nach dem Mord Suizid.

Quelle : spiegel.de

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