Das mag bei Haushaltsgeräten erst einmal banal klingen. Aber auch Bananen, Snickers und Donuts erfüllten bestimmte Aufgaben, so der Professor. Seine Theorie stellte er im März bei einer Veranstaltung des Software-Unternehmens Qualtrics vor, wie die amerikanische Nachrichtenseite Inc berichtete.
Was meint Christensen mit „der Aufgabe eines Produkts“ konkret? Ein Beispiel:
McDonald's hatte den Professor damit beauftragt, herauszufinden, unter welchen Umständen ihre Kunden mehr Milchshakes kaufen würden. Christensen stellte zunächst überrascht fest, dass die meisten Milchshakes vor sieben Uhr morgens und zum Mitnehmen bestellt wurden. Im zweiten Schritt besuchte er zusammen mit seinem Team mehrere Filialen in den USA und befragte die Kunden vor Ort.
Das Ergebnis: Die Milchshakes sind vor allem ein beliebtes Frühstück bei Pendlern, die morgens im Auto frühstücken und dazu nur eine Hand frei haben. Der Milchshake erfülle also eine ganz bestimmte Augabe, so der Professor: Er sorge für Beschäftigung während der langen Fahrt und sei dank des Strohhalms einfach zu trinken.
Die Kunden gaben auch an, dass ihnen ein Snickers oder ein Donut zu klebrig wären. Bananen hätten viele von ihnen auch schon als Ersatz probiert, aber die machten einfach nicht satt uns seien zu schnell aufgegessen. Diese Produkte erfüllten also ihre Aufgabe nicht optimal.
Als Reaktion auf seine Untersuchung habe McDonald's die Konsistenz seiner Milchshakes dickflüssiger gemacht, damit die Pendler morgens noch länger etwas davon haben. Danach hätten sich die Milchshake-Verkäufe deutlich verstärkt, erzählt Christensen.
Quelle:businessinsider
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