Die EZB hält ihre Leitzinsen seit längerem auf dem Rekordtief von null Prozent. Zudem pumpt sie über den Kauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren Woche für Woche Milliarden in das Bankensystem. Die auf 2,28 Billionen Euro angelegten Transaktionen sollen bis mindestens Ende 2017 laufen. Die Forschungsinstitute um das IW Halle empfehlen der EZB als zweiten Schritt hin zu einer Straffung ihrer Politik, das Programm bei guter Konjunktur ab Jahresbeginn 2018 auslaufen zu lassen: "Eine erste Erhöhung des Leitzinses ist dann wohl erst gegen Ende des Prognosezeitraums angezeigt", heißt es in dem Gutachten, in dem die Forscher einen Ausblick auf die Wirtschaftsentwicklung bis Ende 2018 geben.
Die Bundesregierung bezeichnet es in einem Bericht an die EU-Kommission als große Herausforderung, die Finanzpolitik auf "eine notwendige Normalisierung der europäischen Geldpolitik und des Zinsumfeldes" einzustellen. Die niedrigen Zinsen hatten die öffentlichen Haushalte zuletzt massiv entlastet.
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