Facebook soll Millionenstrafe an EU zahlen

  18 Mai 2017    Gelesen: 1706
Facebook soll Millionenstrafe an EU zahlen
Anders als vor der Übernahme von Whatsapp versprochen, verbindet Facebook die Nutzerdaten des Messengerdienstes mit den eigenen Profilen. Die EU-Kommission sieht sich getäuscht und statuiert ein Exempel.
Die EU-Kommission hat gegen Facebook 110 Millionen Euro Strafe verhängt, weil das US-Unternehmen bei der Übernahme von WhatsApp irreführende Angaben gemacht haben soll. Dies teilte die Behörde in Brüssel mit.

Die Höhe der Geldbuße begründete Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager mit der abschreckenden Wirkung für falsche Angaben bei Verfahren zur Fusionskontrolle. Sie sprach von einem "klaren Signal an Unternehmen", dass sie die Regeln der EU bei Übernahmen einhalten müssten. Dazu gehöre auch, "korrekte Informationen zu liefern".

Facebook hatte nach Angaben der Kommission bei der Anmeldung der Übernahme des Messenger-Dienstes 2014 erklärt, dass es nicht zuverlässig möglich sein werde, einen automatischen Datenabgleich zwischen den Benutzerkonten beider Dienste einzurichten.

Im August 2016 hatte Facebook jedoch angekündigt, künftig die Telefonnummern von WhatsApp-Nutzern mit Facebook-Profilen zu verknüpfen. Die Brüsseler Behörde sieht sich deshalb getäuscht.

Quelle: n-tv.de , mbo/dpa/AFP

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