Soundgarden-Sänger Chris Cornell ist tot

  18 Mai 2017    Gelesen: 427
Soundgarden-Sänger Chris Cornell ist tot

Mit seiner Grunge-Band Soundgarden schrie er den Zorn der Jugend heraus, als Solokünstler lieferte er mit "You know my name" den Soundtrack zum James-Bond-Film "Casino Royale". Nun ist Chris Cornell "plötzlich und unerwartet" verstorben.

Chris Cornell, der Sänger der Band Soundgarden, ist im Alter von 52 Jahren in Detroit (US-Bundesstaat Michigan) gestorben, wie sein Sprecher bestätigte. Seine Frau Vicky und die Familie seien schockiert von seinem "plötzlichen und unerwarteten Ableben" und werden eng mit dem Gerichtsmediziner zusammenarbeiten, um die Ursache zu finden, wie sein Sprecher Brian Bumbery sagte.

Cornell gehörte zu den Mitbegründern der Grunge-Bewegung in den 1990er-Jahren. Noch am Mittwochabend hatte Cornell mit Soundgarden ein Konzert in Detroit gegeben. Vor dem Auftritt hatte der Musiker seinen letzten Tweet abgesetzt: Ein Bild vom Auftrittsort, dem "Fox Theatre" und die Worte "#Detroit - endlich zurück in Rock City!!!"

Ebenso wie Nirvana-Frontmann Kurt Cobain stammte Cornell aus Seattle, wo der Grunge geboren wurde. In seiner Jugend begann Cornell als Schlagzeuger, schmiss die High School und arbeitete als Koch, bevor er seine Gruppe Soundgarden gründete, wie die Musik-Website allmusic.com in der Biografie des Sängers verzeichnet.

Mitte der 1980er-Jahre bis zu ihrer vorläufigen Auflösung 1997 war Soundgarden eine der erfolgreichsten US-Bands im Bereich Grunge und Alternative Rock. Ihr größter Hit: "Black Hole Sun". Danach war Cornell zunächst vor allem solo unterwegs; einem breiteren Publikum bekannt wurde er mit dem Song "You Know My Name" aus dem James-Bond-Film "Casino Royale".

Außerdem war Cornell Frontmann der Alternative-Rock-Formation Audioslave, die aus ihm sowie den Musikern der Band Rage Against the Machine bestand - ohne den Rage-Sänger Zack de la Rocha. 2010 kam es zur Wiedervereinigung von Soundgarden, doch an die früheren Erfolge konnte die Band nicht mehr anknüpfen.

Quelle: n-tv.de , jgu/dpa

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