Weil die Einsatzkräfte weitere Detonationen befürchteten, räumten sie mehrere Häuser, wie die Polizei mitteilte. Sie fanden weitere Munition, die Sprengstoffexperten von Bundespolizei und Landeskriminalamt kontrolliert auf einem Feld sprengten.
Die Einsatzkräfte waren am Nachmittag wegen eines Explosionsgeräuschs zu einem Haus gerufen worden. Als sie dort ankamen, gab es weitere Detonationen. Eine Garage geriet in Brand. Die Gefahrenzone wurde auf 100 Meter ausgeweitet. Eine Bahnstrecke und die angrenzende Autobahn 560 wurden gesperrt. Zudem wurde der Strom in dem betroffenen Viertel abgeschaltet.
Es stellte sich heraus, dass in einer großen Kiste Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg gelagert worden waren, die vermutlich durch die starke Hitze explodierten, teilte die Polizei mit.
Der 51-jährige Hausbewohner sagte, er habe die Munition auf einem Trödelmarkt erworben. Er wurde vorläufig festgenommen. Gegen ihn wird jetzt wegen möglicher Verstöße gegen das Spreng- und das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt.
Erst am späten Abend konnten die Anwohner in ihre Häuser zurückkehren. Brandexperten der Polizei ermitteln weiter die genauen Umstände.
Quelle : spiegel.de
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