US-Hafenterminal in Charleston evakuiert

  15 Juni 2017    Gelesen: 668
US-Hafenterminal in Charleston evakuiert
Großalarm im Hafen der US-Stadt Charleston: Dort vermutet die Küstenwache in einem Containerschiff eine "potenzielle Bedrohung". Laut US-Medien könnte sich ein radioaktiver Sprengkörper an Bord befinden. Das Hafenterminal wird evakuiert.

Im US-Bundesstaat South Carolina ist ein Hafenterminal wegen einer "potenziellen Bedrohung" durch eine möglicherweise radiologische Waffe an Bord eines Containerschiffs evakuiert worden. Das betroffene Schiff von Maersk Memphis liege im Hafen von Charleston, erklärte die US-Küstenwache.

Das Schiff gehört zur Maersk Line, einer dänischen Unternehmensgruppe, deren Flotte unter US-Flagge betrieben wird. Nach Angaben eines Maersk-Sprechers wurde die Crew der Maersk Memphis sofort evakuiert und sei mittlerweile in Sicherheit. Um das Schiff herum sei ein Sperrkreis von einer Seemeile errichtet worden.

Der Sender NBC berichtete unter Berufung auf deren Mitarbeiter von einer möglichen "schmutzigen Bombe". Vor Ort seien Spezialisten für den Umgang mitgefährlichen Stoffen im Einsatz. Bei einer schmutzigen Bombe wird durch einen konventionellen Sprengsatz radioaktives Material freigesetzt. Es handelt sich dabei um keine Atombombe.

Keine Strahlung festgestellt

Die Behörden betonten, dafür gebe es keine glaubhaften Informationen, meldete der Sender ABC. Worum es sich bei dem verdächtigen Container handele, teilte die Küstenwache nicht mit. Der Lokalsender WCSC berichtete unter Berufung auf Einsatzkräfte, bislang sei keine Strahlung festgestellt worden.

ABC zitierte einen Mitarbeiter der Küstenwache, dass ein Verschwörungstheoretiker auf YouTube vor einer schmutzigen Bombe auf dem Schiff gewarnt hatte. Man sei übervorsichtig, deshalb werde die Behauptung untersucht.

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