Der 34-Jährige hatte in der Nacht zum Sonntag an der Disko "Grey" mit einem Sturmgewehr das Feuer eröffnet und den Türsteher getroffen. Die Auswertung des Videomaterials habe ergeben, dass der Mann auch in den Tanzbereich des Klubs vorgedrungen war, sagte ein Sprecher der Polizei.
Demnach ging der Täter durch einen Vorraum und den Kassenbereich in das dahinter liegende Foyer sowie in den größten Tanzsaal, wo er zwei Schüsse Richtung Decke abfeuerte. Insgesamt schoss der Mann mehr als 20-mal vor und in der Diskothek.
Als der 34-Jährige seinen Schwager, den ehemaligen Betriebsleiter des Klubs, drinnen nicht fand, sei er wieder nach draußen gegangen, sagte der Sprecher weiter. Sicherheitsmitarbeiter hätten daraufhin die Haupteingangstür des Klubs verschlossen.
Der Türsteher wurde im Eingangsbereich getötet. Ein weiterer Sicherheitsmitarbeiter, zwei Gäste sowie ein Polizist wurden schwer verletzt. Der Todesschütze starb nach einem Schusswechsel mit den Beamten im Krankenhaus. Mindestens acht Personen hätten bei der panikartigen Flucht leichte Verletzungen oder einen Schock erlitten, teilten die Beamten weiter mit.
Eintrittsgelder gespendet
Am Freitagabend hatte die Disko erstmals wieder geöffnet. Die Eintrittsgelder des Wochenendes würden für die Familie des Opfers gespendet, sagte "Grey"-Geschäftsführer Christian Sieve. Zudem solle für vier Wochen eine Spendenbox aufgestellt werden. Im Gedenken an das Geschehen werde an den nächsten beiden Tagen jeweils in den Morgenstunden um 04.27 Uhr die Musik heruntergefahren und eine Schweigeminute eingehalten, sagte Sieve weiter. Um diese Uhrzeit hatte in der Nacht zum vergangenen Sonntag die Schießerei begonnen.
Quelle : spiegel.de
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