Bundeswehr gibt Fehler bei Marsch zu

  01 September 2017    Gelesen: 638
Bundeswehr gibt Fehler bei Marsch zu

Bei einem Übungsmarsch im niedersächsischen Munster kollabieren im Juli mehrere Soldaten - einer von ihnen stirbt im Krankenhaus. Eine Untersuchung der Bundeswehr kann die Ursache seines Todes nicht klären - Fehlentscheidungen hätten aber dazu beigetragen.

Nach dem tödlichen Kollaps eines Soldaten und der Erkrankung dreier anderer bei einem Übungsmarsch im niedersächsischen Munster hat die Bundeswehr Fehler eingeräumt. Mehrere Fehlentscheidungen der Führungskräfte, darunter eine vorschriftswidrige Handlung, hätten zu den Gesundheitsproblemen beigetragen, hieß es in einer offiziellen Mitteilung.

Auch eine interne Untersuchungsgruppe hat ihren vorläufigen Abschlussbericht vorgelegt. Am 19. Juli waren die Soldaten bei einer Übung im Gelände kollabiert, einer starb. Nach ersten Untersuchungen hatten sie einen Hitzschlag erlitten.

Es habe bisher keine "eindeutige Ursache" für die Häufung von Hitzschlägen benannt werden können, hieß es in der Bundeswehr-Mitteilung. "Vielmehr verdichtet sich das Gesamtbild, dass in jedem Einzelfall eine ungünstige Verkettung von Umständen und Faktoren vorgelegen hat."

Die Fehler von Führungskräften seien "nicht ursächlich für einen Wärmestau als Ursache für einen Hitzeschlag" gewesen, hätten sich jedoch "vermutlich nachteilig" ausgewirkt. Die Bundeswehr führte mehrere "nicht sachgerechte Führungsentscheidungen" auf, darunter fallen auch die Kleidungungsvorgaben. "Der am Ausbildungstag getragene Anzug mit der Feldjacke über der Splitterschutzweste war an Leistungsstand und Witterung nicht angepasst, jedoch durch die übergeordnete Befehlsgebung vorgegeben", hieß es.

Quelle: n-tv.de , jki/AFP/dpa

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