Warnung vor "Pizza" statt "Irma": Inkompetenter Gebärdensprachdolmetscher sorgt für Empörung

  18 September 2017    Gelesen: 317
Warnung vor "Pizza" statt "Irma": Inkompetenter Gebärdensprachdolmetscher sorgt für Empörung
Nach dem verheerenden Tropenstrum "Irma" zieht im US-Bundesstaat Florida ein mediales Gewitter auf. Ein inkompetenter Gebärdensprachdolmetscher hat bei einem Briefing im Manatee County Hörbehinderte vor "Pizza" und "Monster" gewarnt, statt die Erklärung der Behörden zur Naturgewalt wiederzugeben. Als Sprachmittler fungierte der Rettungsschwimmer Marshall Greene.
Bevor der Wirbelsturm über Florida hinwegfegte, informierten die Behörden die Bevölkerung über mögliche Evakuierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Unwetter. Die hörbehinderten Einwohner des Manatee County bekamen allerdings ganz andere Hinweise, weil der inkompetente Gebärdensprachdolmetscher nur Quatsch rumstammelte. Floridas Taubstummen-Community forderte danach die Behörden auf, sich für die unprofessionelle Verdolmetschung zu entschuldigen, weil die Menschen dadurch in Lebensgefahr hätten kommen können.



Die Behörden des Manatee County teilten mit, sie seien vor dem Hintergrund des Unwetters in einer schwierigen Situation gewesen, einen Sprachmittler zu finden. Der County-Sprecher Nick Azzara sagte, dass Marshall Greene einen taubstummen Bruder habe. Daher habe man den Rettungsschwimmer gebeten, ausnahmsweise zu dolmetschen.

Eine Mitarbeiterin einer Firma, die Gebärdensprachdolmetscher vermittelt, sagte, es habe sie viele Nerven gekostet, die Pressekonferenz anzusehen und zu wissen, dass sie einen Profi hätte vermitteln können. (Lenta.ru/The Hill)

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