Madrid weist Puigdemonts „implizite Unabhängigkeitserklärung“ als unzulässig zurück

  11 Oktober 2017    Gelesen: 410
Madrid weist Puigdemonts „implizite Unabhängigkeitserklärung“ als unzulässig zurück
Die spanische Regierung hat am Dienstag die Worte des katalanischen Premierministers Carles Puigdemont als „implizite Unabhängigkeitserklärung“ bezeichnet und sie als unzulässig zurückgewiesen. Dies berichtet die Agentur AFP.
„Es ist unzulässig, eine implizite Unabhängigkeitserklärung zu machen und sie dann explizit auszusetzen“, zitiert die Agentur einen spanischen Regierungssprecher.

Vor wenigen Stunden hatte Puigdemont in seiner Rede vor dem Regionalparlament in Barcelona erklärt, die Unabhängigkeitserklärung Kataloniens werde vorerst ausgesetzt, um einen Dialog mit Madrid für eine gemeinsame Lösung beginnen zu können.
Zugleich betonte er aber, Katalonien habe durch den Volksentscheid vom 1. Oktober das Recht erworben, ein unabhängiger Staat in Form einer Republik zu werden. „Millionen Bürger sind der Meinung, dass der einzige Weg, die Selbstverwaltung zu erhalten, darin besteht, dass Katalonien ein Staat wird“, so der Regierungschef.

Der spanischen Regierung schlug er eine Vermittlerrolle bei den Gesprächen vor: „Ich bitte die spanische Regierung, die Vermittlerrolle zu übernehmen.“

Tags:


Newsticker