Aston Martin baut jetzt Staubsauger

  12 Oktober 2017    Gelesen: 340
Aston Martin baut jetzt Staubsauger

Wenn Dyson ein Auto bauen kann, dann Aston Martin jetzt auch Staubsauger herstellen. So die nicht ganz ernst gemeinte Ankündigung aus der britischen Sportwagenschmiede. Wirklich bauen wollen die Briten aber ein U-Boot.

Als der Staubsaugerhersteller Dyson kürzlich für 2020 ein eigenes E-Auto angekündigt hatte, lag manchem englischsprachigen Beobachter gleich ein platter Witz auf der Zunge. Gespielt wurde vor allem mit der Doppelbedeutung des englischen "it sucks", das gleichzeitig " es saugt" und "es nervt" heißen kann.

Mit etwas feinerem Humor hat nun der englische Sportwagenhersteller Aston Martin reagiert. Nach dem Motto "Wenn Dyson Autos baut, bauen wir eben Staubsauger" haben sie eben jenes Haushaltsgerät im typischen Designstil der Marke entworfen. Einen Bodenreiniger im James-Bond-Stil quasi. Vielleicht tatsächlich eine Marktlücke – ein Staubsauger, der zumindest ästhetisch nicht nervt. Ist aber leider wohl eher aus einer Ale-Laune heraus entstanden und nicht ganz ernst zu nehmen.

Dyson meint es ernst?

Firmengründer James Dyson hatte hingegen Ende September völlig ernst gegenüber dem "Guardian" ein radikal neues E-Auto angekündigt. Einen Prototypen gebe es zwar noch nicht, wohl aber einen Motor. Und auch an neuartigen Batterien arbeite das Unternehmen, das bislang vor allem für Warmluft-Handtrockner und beutellose Staubsauger bekannt ist. Insgesamt wollen die Briten rund 2,3 Milliarden Euro in das Mobilitätsprojekt investieren. Das 1993 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 7000 Mitarbeiter, 2016 erzielte man rund drei Milliarden Euro Umsatz.

Überraschend ist der Ansatz von Dyon nicht. Folgt der Haushaltgerätehersteller damit doch einem Trend, als branchenfremdes Unternehmen in die Autoproduktion einzusteigen. Wie gut neue Technologien fehlende Erfahrung ersetzen können, hat Tesla gezeigt. Die Kalifornier haben sich mit ihren Elektroautos binnen 14 Jahren quasi aus dem Nichts zum ernsthaften Konkurrenten für die Autohersteller entwickelt.

U-Boot von Aston Martin

Letztlich bleibt aber abzuwarten, ob das E-Auto von Dyson wirklich kommen wird. Den Staubsauger von Aston Martin wird es jedenfalls nicht geben. Was der Sportwagenhersteller aber ernsthaft plant ist ein U-Boot. Gemeinsam mit dem Partner Triton will man unter dem Codenamen "Project Neptune" ein kleines Unterwasserboot entwerfen, das Yachtbesitzer oder Forscher nutzen sollen. Die Basis bildet ein Drei-Mann-U-Boot von Triton, das Design stammt vom Autohersteller und soll an den Supersportwagen Valkyrie angelehnt sein.

Bereits 2016 hatten Aston Martin und Quintessence Yachts ein Schnellboot mit bis zu 1040 PS vorgestellt. Einen Preis gibt es bislang weder für das Über- noch für das Unterwasserfahrzeug. Billig dürfte keines von beiden werden. Dann vielleicht doch lieber einen Staubsauger von Dyson?

Quelle: n-tv.de

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