VW plant Billigautos für China und Indien

  18 Oktober 2017    Gelesen: 461
VW plant Billigautos für China und Indien

Volkswagen unternimmt große Anstrengungen für einen Einstieg in das Billigsegment in großen asiatischen Märkten. Die Wolfsburger wollen China und Indien Billigautos anbieten. Dabei soll eine abgespeckte Modellplattform genutzt werden.

Trotz der geplatzten Gespräche mit dem indischen Autobauer Tata kommt Volkswagen beim geplanten Einstieg ins Billigsegment voran. Zwei neue Modellgruppen sollten etwa von 2020 an vor allem in China und Indien verkauft werden, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf ranghohe Konzernkreise.

Demnach wollen die Wolfsburger in Indien von der Tochter Skoda entwickeltes Billigauto für umgerechnet 5000 Euro anbieten, für China seien zwei sportliche Geländewagen mit Preisen zwischen umgerechnet 8000 und 10.000 Euro geplant. Diese würden zusammen mit dem chinesischen Partner FAW gebaut.

Ein VW-Sprecher wollte sich zu Details und Planungsständen nicht äußern. Die Entscheidung über die Pläne für das indische Billigauto stehe bevor, sagte Skoda-Markenchef Bernhard Maier der Zeitung. "Erste Gespräche mit Lieferanten wurden geführt, und in Kürze werden wir auf Basis des Ergebnisses unserer Analyse Entscheidungen treffen."

In einem nächsten Schritt könnten die Modelle auch in anderen Regionen verkauft werden. Skoda könnte demnach von dem Billigauto zwischen 400.000 und 500.000 Stück pro Jahr produzieren.

Arbeit am "Budget Car"

Laut "Handelsblatt" soll eine abgespeckte Modellplattform genutzt werden - Allradantrieb soll es beispielsweise nicht geben, um die Produktion günstiger zu machen. Schon im vergangenen Jahr hatte China-Vorstand Jochem Heizmann erklärte, dass Volkswagen in China unter Hochdruck an dem "Budget Car" genannten Billigauto arbeite. In diesem Preissegment sei Volkswagen bisher nicht vertreten. Die neuen Modelle sollen dem Bericht zufolge unter einem neuen Markennamen angeboten werden.

Im August war die Zusammenarbeit von Skoda und Tata geplatzt, sowohl technisch als auch wirtschaftlich könnten nicht die gewünschten Vorteile einer Kooperation erzielt werden, hieß es. Auch eine Allianz mit Suzuki war gescheitert.

Quelle: n-tv.de

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