Humvee-Bauer verklagt Ballerspiel-Firma

  10 November 2017    Gelesen: 197
Humvee-Bauer verklagt Ballerspiel-Firma

Der markante US-Geländewagen Humvee taucht in dem Videospiel-Dauerbrenner "Call of Duty" auf - was Hersteller AM General wenig begeistert. Er verklagt die Macher, da sie ohne Erlaubnis gehandelt hätten. Auch Spielwaren hat der Autobauer im Visier.

Der Hersteller der Humvee-Fahrzeuge der US-Armee hat die Macher des Videospiel-Hits "Call of Duty" verklagt, weil sie die markanten Wagen ohne Erlaubnis in ihre Software eingebaut hätten. Der Fahrzeugbauer AM General wirft dem Spielekonzern Activision Blizzard vor, er habe sich dadurch auf unfaire Weise bereichert, und will Unterlassung, Schadenersatz und Bußgelder.

AM General macht in der Klage eine Verletzung der Markenrechte und des geschützten Aussehens der Fahrzeuge geltend. Die über 50 Seiten lange Klage ist illustriert mit vielen Screenshots aus dem Spiel. Es geht um acht Versionen des Games aus dem Genre der sogenannten Ego-Shooter, die ein Jahrzehnt zurückreichen.

Zudem greift AM General aber auch die Verletzung seiner Rechte bei an "Call of Duty" angelegten Spielwaren und Fanartikeln an. Der Fahrzeugbauer will einen raschen vorläufigen Verkaufsstopp und die dreifache Schadensumme, weil Activision Blizzard mit Vorsatz gehandelt habe.

Activision Blizzard schweigt vorerst

AM General hat seit der Markteinführung 1986 rund 278.000 Humvees verkauft, deren offizieller Name High Mobility Multipurpose Wheeled Vehicle (HMMWV) ist. Von den "Call of Duty"-Spielen wurden allein bis zum vergangenen Jahr rund 250 Millionen Exemplare verkauft, die einen Umsatz von 15 Milliarden Dollar einbrachten.

Activision Blizzard äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Die Kalifornier teilten allerdings mit, dass die jüngste Ausgabe des populären Videospiels, "Call of Duty: WWII", bereits in den ersten drei Tagen nach Veröffentlichung mehr als eine halbe Milliarde Dollar eingespielt habe.

Quelle: n-tv.de

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