Dem Apotheker aus Bottrop wird vorgeworfen, Krebsmedikamente zu gering dosiert, bei den Krankenkassen aber voll abgerechnet zu haben. Dadurch soll den gesetzlichen Krankenkassen ein Schaden von rund 56 Millionen Euro entstanden sein. Welchen gesundheitlichen Schaden er bei wie vielen betroffenen Patienten anrichtete, ist unklar. Der Apotheker soll in mindestens 40.000 Fällen Infusionen zur Krebsimmuntherapie abweichend von den individuellen ärztlichen Verordnungen dosiert haben.
Das Verfahren gehört nach Ansicht des Nebenkläger-Anwalts vor ein Schwurgericht, das über entsprechend schwerwiegende Anschuldigungen verhandelt. Der Prozess hat nun aber vor der 21. Wirtschaftsstrafkammer des Essener Landgerichts begonnen.
Die Richter wollten sich erst zu Beneckens Antrag äußern, wenn die umfangreiche Anklage verlesen wurde. Benecken hatte zuvor betont, der Angeklagte habe "aus grenzenloser Menschenverachtung und eiskaltem Gewinnstreben" gehandelt und dabei in Kauf genommen, dass Krebspatienten früher sterben würden.
Quelle : spiegel.de
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