US-Sektengründer und Massenmörder

  16 November 2017    Gelesen: 629
US-Sektengründer und Massenmörder
Vor 50 Jahren zettelte Charles Manson eine Mordserie an, um Krieg zwischen Weißen und Schwarzen zu provozieren. Nun ist der wohl berühmteste Häftling der USA vom Gefängnis in eine Klinik gebracht worden.
Der berüchtigte US-Sektengründer und verurteilte Mörder Charles Manson ist offenbar schwer krank. Der 83-Jährige wurde in ein Krankenhaus im kalifornischen Bakersfield eingeliefert, wie unter anderem die "Los Angeles Times" berichtet.

Sein genauer Gesundheitszustand ist derzeit unklar. Das Klatschportal "TMZ" zitierte eine Quelle mit den Worten: "Das wird nicht mehr." Manson sei bereits seit drei Tagen in der Klinik, begleitet von fünf Sicherheitskräften. Sein Gesicht sei blass gewesen. Bereits im Januar musste er dem Portal zufolge wegen schwerer Darmblutungen im Krankenhaus behandelt werden. Eine Justizsprecherin bestätigte der "LA Times" dagegen nur, dass Manson noch lebe.

Der Anführer der von ihm gegründeten "Manson Family" war 1971 zusammen mit vier seiner Anhänger zunächst zum Tode, später dann zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Gruppe hatte im Auftrag des Kultführers 1969 insgesamt sieben Menschen ermordet.

Unter den Opfern der Sekte war die hochschwangere Frau von Regisseur Roman Polanski, Sharon Tate. Die "Manson Family" war in den Sechzigerjahren gegründet worden. Manson inszenierte sich als eine Wiedergeburt Christi - und zettelte die Mordserie an, um einen Krieg zwischen Weißen und Schwarzen in den USA zu provozieren.

Manson sitzt seit mehr als 40 Jahren im Gefängnis und gilt als einer der berühmtesten Häftlinge der USA. Seine zahlreichen Gnadengesuche wurden stets abgelehnt. Während seiner Haft war er laut "LA Times" alles "andere als ein vorbildlicher Gefangener". Er sei unter anderem wegen Körperverletzung und Waffenbesitzes aufgefallen.

Die frühere Charles-Manson-Anhängerin Leslie Van Houten, die als 19-Jährige einer Mordserie in Los Angeles beteiligt war, könnte dagegen bald frei kommen. Eine Bewährungskommission hatte im Spätsommer die Begnadigung der heute 68-jährigen Frau empfohlen. Der Gouverneur von Kalifornien muss darüber aber noch entscheiden.

Quelle : spiegel.de

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