Verteidigung will Einstellung von Loveparade-Prozess

  21 Dezember 2017    Gelesen: 733
Verteidigung will Einstellung von Loveparade-Prozess
Die Sechste Große Strafkammer des Duisburger Landgerichts verhandelt den Loveparade-Prozess. Die Richter und Schöfen müssen jetzt über weitere Anträge der Verteidigung entscheiden. Mittlerweile wurden schon drei Prozesstage abgesagt.Vor zwei Wochen ist das spektakuläre Gerichtsverfahren um das Loveparade-Unglück 2010 in Duisburg gestartet, jetzt fordern mehrere Verteidigung die Einstellung des Verfahrens - und begründen das mit einer zu unbestimmten Anklage seitens der Staatsanwaltschaft.
Den zehn Angeklagten drohen bis zu fünf Jahre Haft. Ihnen wird fahrlässige Tötung und fahrässige Körperverletzung vorgeworfen. Schwere Planungsfehler sollen zu einer rechtswidrigen Genehmigung des Techno-Festivals geführt haben.

Es war an diesem Tag nicht der erste Versuch, den Prozess zu beenden, bevor er überhaupt richtig begonnen hat. Dass bei dem Verfahren nicht die richtigen auf der Anklagebank sitzen, wurde im Vorfeld des Verfahrens oft gesagt. Aus Sicht der Angeklagten und ihrer Verteidiger müsste im Verfahren auch der Einsatz der Polizei aufgearbeitet werden. Doch der damalige NRW-Innenminister Ralf Jäger (erst kurz vor der Loveparade kam er ins Amt), hatte bereits kurz nach der Duisburger Loveparade-Tragödie erklärt: "Die Polizei hat keine Fehler gemacht.“ Deshalb wirft Verteidigerin Katharina Kolbe (sie vertritt den Bauamts-Sachbearbeiter Peter G.) Ralf Jäger vor, die Ermittlungen erschwert, wenn nicht sogar in eine falsche Richtung geleitet zu haben.

n-tv.de

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