Drei Kilo Sprengstoff, 65 Metallbolzen, ein Motiv

  21 Dezember 2017    Gelesen: 1231
Drei Kilo Sprengstoff, 65 Metallbolzen, ein Motiv
Sergej W. soll versucht haben, die Spieler von Borussia Dortmund mit mehreren Bomben zu ermorden. Laut Anklage wollte er den Aktienkurs des Vereins manipulieren - um Kasse zu machen. Nun beginnt der Prozess.
In einer Hecke auf dem Parkplatz des Dortmunder Hotels L'Arrivée lagen drei Bomben. Die Sprengsätze bestanden nach Erkenntnissen der Kriminaltechniker aus einer Wasserstoffperoxid-Brennstoff-Mischung, waren jeweils ein Kilogramm schwer und zudem mit 65 fingergroßen Metallbolzen versetzt, jeder von ihnen wog 16 Gramm. (Lesen Sie die Rekonstruktion der Tat hier.)

Am 11. April um 19.16 Uhr, als der Bus des Bundesligisten Borussia Dortmund vorüberrollte, soll Sergej W. die Sprengfalle gezündet haben. Der BVB-Spieler Marc Bartra und ein Polizist wurden verletzt.

Die Staatsanwaltschaft hat Sergej W., 28, unter anderem wegen versuchten Mordes angeklagt. Aus Habgier soll W. den Anschlag verübt haben. Von diesem Donnerstag an muss er sich vor dem Landgericht Dortmund verantworten. Das Verfahren droht hitzig zu werden, die Verteidiger Christos Psaltiras und Carl Heydenreich gehen auf Konfrontationskurs. Sie beklagen eine "einseitige Vorverurteilung und massive Behinderung seitens der Staatsanwaltschaft".

spiegel.de

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