E-Zigarette bleibt wohl vorerst steuerfrei

  12 Januar 2018    Gelesen: 779
E-Zigarette bleibt wohl vorerst steuerfrei
Raucher von E-Zigaretten können aufatmen: Die immer beliebter werdende Alternative zum Glimmstengel wird wohl erstmal nicht besteuert. Über die Schädlichkeit gibt es bislang zu wenig Studien - eine neue Einschätzung soll es dann 2019 geben.
Eine Besteuerung der zunehmend beliebten E-Zigaretten ist nach einem Medienbericht nicht in Sicht. Die EU-Kommission wolle sich gegen die EU-weite Einführung einer Steuer auf die Flüssigkeit aussprechen, die in den elektronischen Zigaretten erhitzt und von Nutzern inhaliert wird, vermelden die "Stuttgarter Zeitung" und die "Stuttgarter Nachrichten". Die Zeitungen berufen sich auf einen Bericht, den die Brüsseler Behörde heute vorstellen will.

Die EU-Kommission hält die Zeit für einen Steuervorschlag demnach für noch nicht gekommen. Es gebe zu wenige Daten über den vergleichsweise jungen Markt. Es sei "schwierig, Vorhersagen zu machen, wie sich der Markt in der Zukunft entwickeln wird", zitieren die Zeitungen. Die Kommission macht deutlich, dass zudem zu wenig Klarheit herrsche darüber, wie schädlich das Dampfen sei. Daher sei von der gesundheitspolitischen Perspektive her "eine vorsichtige Annäherung" an das Steuerthema ratsam, heißt es in dem Bericht weiter.

Die EU-Kommission will den Zeitungen zufolge frühestens 2019 eine Steuer auf E-Zigaretten wieder prüfen. Dann steht eine Überprüfung der Richtlinie an. Auch bei den sogenannten weniger schädlichen Zigaretten sowie beim Feinschnitt will die EU-Kommission es beim Alten belassen und keine neuen Vorschriften ins Auge fassen. Ob eine künftige Bundesregierung das Thema angeht, blieb unklar. Das Bundesfinanzministerium habe aktuell keine Pläne, berichteten die Zeitungen. Man wolle einer neuen Koalition nicht voraus greifen.

Quelle: n-tv.de

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