Als die Aggression in der Gruppe zu groß geworden sei, habe man die Jungtiere töten müssen, erklärt der Zoodirektor.
Für eine Löwenherde sei es sehr wichtig, Junge zu bekommen, um natürliche soziale Verhaltensweisen auszubilden, erklärt der Zoo. Nach der Geburt habe man versucht, Platz in anderen Tierparks für sie zu finden. Es habe aber keinen Zoo gegeben, der die eineinhalb Jahre alten Löwen habe aufnehmen können.
Man könne Tiere in diesem Alter leicht für "Kinder" halten, sie seien aber bereits "junge Erwachsene", betont der Zoo auf Facebook. In der Wildnis verließen sie die Familienherde, weil die älteren Tiere sie nicht mehr akzeptierten.
Die Löwenjungen im Zoo hatten bereits Namen bekommen. Sie hießen Simba, Nala, Sarabi, Rafiki, Kiara, Banzai, Kovu, Potter und Weasley.
Tiertötungen besonders in skandinavischen Zoos haben in den vergangenen Jahren immer wieder für Diskussionen gesorgt - über Gewalt gegen Tiere, aber auch über das System Zoo, in dem Tötungen zum Beispiel zur Erhaltung genetischer Vielfalt immer wieder vorkommen. 2014 etwa tötete der Zoo Kopenhagen eine Giraffe aus Angst vor Inzucht und sezierte sie vor Publikum; 2015 sorgte ein ähnlicher Fall, bei dem ein Löwe im dänischen Odense getötet und öffentlich zerlegt wurde, für Aufsehen.
Quelle : spiegel.de
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