Opel Grandland X mit einigen X-tras

  16 März 2018    Gelesen: 961
Opel Grandland X mit einigen X-tras

Wenn der Kunde mehr möchte, dann soll er mehr bekommen hat sich Opel gesagt und dem Grandland X nicht nur besser ausgestattet und ein größeres Triebwerk verpasst sondern lässt sich das auch besser bezahlen. Aber lohnt sich das?

 

Mehr Power und mehr Ausstattung: Opel erweitert sukzessive das Motorenangebot für den Grandland X und bietet für sein Kompakt-SUV ab sofort auch die Top-Ausstattung "Ultimate" an. Als stärkster Diesel steht nun der 2,0-Liter mit 177 PS in Kombination mit einer Achtgang-Automatik zur Wahl. Für diese Motor-Getriebe-Variante werden mindestens 37.320 Euro fällig. Die für das Kompakt-SUV neue Ausstattungslinie Ultimate kostet in Verbindung mit dem 130 PS starken Benziner mindestens 34.240 Euro, der neue Diesel startet dann in der Luxusvariante bei 42.610 Euro.


Bisher hatten Autokäufer die Wahl zwischen 1,2-Liter-Turbo-Dreizylinder mit 130 PS und 1,6-Liter-Selbstzünder mit 120 PS. Der neue Diesel hat einen SCR-Kat und erfüllt so die ab September gültige Abgasnorm Euro 6d-temp. Das Aggregat, das auch bei Peugeot und Citroen seine Arbeit verrichtet, steuert wie die anderen Motoren des Grandland X Opel-Eigentümer PSA bei.

Flottenkunden im Visier

Der Zweiliter-Diesel soll besonders Vielfahrer also Kunden aus dem Flottenbereich ansprechen. Opel rechnet damit, dass sich 20 Prozent der Kundschaft für das Triebwerk entscheiden. Bei ersten Testfahrten im baskischen Hinterland ging es sowohl über Autobahnen – hier allerdings nur bis Tempo 120 - als auch über kleine Neben- und kurvige Landstraßen.

Erste Erkenntnis: Beim Losfahren sollte man sein Gasfußtemperament zügeln. Denn der Motor spricht schon bei geringem Druck aufs Pedal an und spurtet voran. Von 0 auf 100 km/h geht es in 9,1 Sekunden, was mit Blick auf den Hochbeiner ein ordentlicher Wert ist. Zum Glück sind die Blitzer in der Stadt und auf Autobahnen signaltongelb lackiert. Das schont den Geldbeutel und die Nerven.

Zweite Erkenntnis: Reichlich Kraft ist vorhanden, das maximale Drehmoment von 400 Newtonmeter liegt ab 2000 Umdrehungen ausschließlich an der Vorderachse an. Allrad ist auch für die Luxusversion des Grandland X nicht verfügbar. Dank der Automatik, die unaufgeregt und ohne merkliche Verzögerung die Gänge wechselt, gelingt der Spagat zwischen entspanntem Cruisen und fahraktiven Einlagen problemlos, wobei der Motor bei jeder Anforderung angenehm leise agiert.

Selbst dynamisch gefahrene Kurven nimmt der Grandland X gelassen, ist doch das Fahrzeug angenehm sportlich-komfortabel abgestimmt. Die guten Sitze und das ordentliche Platzangebot des 4,48 Meter langen SUV tragen ebenfalls zum entspannten Fahren bei. Dass man auch schnell unterwegs sein kann, durfte bereits bei Vorabfahrten auf deutschen Autobahnen getestet werden. Der Normverbrauch von 4,9 Litern liegt zumindest bei blitzergerechter Fahrweise in nicht ganz unerreichbarer Ferne.

Nicht alles drin

Ziemlich weit entfernt von den Basispreisen werden die Grandland X-Fahrzeuge zur Freude von Opel verkauft. Bereits jetzt ordert die Kundschaft in großer Zahl die höchste Ausstattungsstufe "Innovation" (ab 28.950 Euro mit 130 PS-Benziner) und zeigt sich auch bei weiteren Extras wie adaptivem Fahrlicht oder Ergonomiesitzen nicht kleinlich.

Mit der Ausstattungsversion "Ultimate" gibt es noch einiges oben drauf. Bei einem Aufpreis von knapp 5300 Euro auf "Innovation" fährt der Crossover unter anderem mit Lederausstattung und Sitzheizung für vorne und hinten, Lenkradheizung sowie einem Infotainmentsystem mit acht Zoll großem Farb-Touchscreen samt Navigation vor. Apple CarPlay sowie Android Auto sind Standard, außerdem steht neben den üblichen Assistenten noch ein Frontkollisionswarner mit automatischer Gefahrenbremsung und Fußgängererkennung, ein Parkassistent sowie eine 360 Kamera zur Verfügung. Opel geht davon aus, dass auf die zwei höchsten Komfortniveaus künftig 75 Prozent der Bestellungen fallen. Ach ja: Einige Extra-Wünsche kann sich der gut betuchte Kunde noch erfüllen, darunter ein adaptiver Tempomat für 800 Euro oder das große Glaspanoramadach für 700 Euro.

Weitere Motoren sind ebenfalls in der Pipeline: Der Volumenmotor, der 130 PS-Dreizylinder, erhält ab Herbst mit dem 1,6-Liter-Benziner starke Konkurrenz. Der leistet 180 PS und tritt ebenfalls mit einer Achtgang-Automatik an. Bewegung kommt auch ins Dieselprogramm. Bis Sommer ersetzt ein 1,5-Liter-Selbstzünder in zwei Ausbaustufen mit 100 PS und 136 PS und mit der Euro 6d-temp-Klassifizierung den bisherigen 1,6er. Ein Plug-in-Hybrid folgt 2019.

Quelle: n-tv.de 


Tags: