Forscher entdecken verschollenes Nazi-U-Boot

  13 April 2018    Gelesen: 1212
Forscher entdecken verschollenes Nazi-U-Boot

Das deutsche U-Boot des Typs XXI gilt als das modernste seiner Zeit. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges versenken die Briten eines von zwei Exemplaren. Jahrzehnte später spüren Forscher des Seekriegs-Museums in Jütland das Wrack in der Nordsee auf.

 

In der dänischen Nordsee ist das Wrack eines seltenen deutschen U-Boots aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. "Das ist ein ganz besonderes U-Boot. Es war das modernste U-Boot, das die Deutschen im Krieg gebaut haben. Topmodern und seiner Zeit weit voraus", sagte der Direktor des Seekriegs-Museums Jütland der Nachrichtenagentur Ritzau.

Das U-Boot sei am 6. Mai 1945, zwei Tage vor Kriegsende in Europa, von einem britischen Flieger versenkt worden, teilte das Museum mit. Nur zwei Boote dieser Art seien während des Krieges eingesetzt worden, das andere liegt als Museumsboot in Bremerhaven. Bislang galt dieses als das einzig erhaltene U-Boot des Typs XXI.

Die U-Boote vom hochentwickelten Typ XXI hätten den U-Boot-Krieg revolutionieren können, wenn genug Boote zu gegebener Zeit fertiggestellt worden wären. 118 Boote waren in Planung, aber nur zwei kamen in den aktiven Dienst und keines davon wurde in einem Gefecht eingesetzt. Sie waren die ersten Modelle, die lange Distanzen in großer Tiefe zurücklegen konnten.

Forscher des Seekriegs-Museums untersuchen und kartografieren Wracks in der Nordsee. Pläne, das U-Boot aus 123 Metern Tiefe zu heben, gebe es zunächst nicht - trotz vieler Gerüchte, dass sich an Bord Wertgegenstände befinden könnten. Wissenschaftler gehen davon aus, dass jemand mit dem U-Boot fliehen wollte, als sich die deutsche Kapitulation abzeichnete.

Das Seekriegs-Museum Jütland hat bisher etwa 450 Wracks in der Nordsee und im Skagerrak gefunden, aufgenommen und vermessen. Darunter waren auch die Überreste von zwölf U-Booten - drei davon waren von britischen, neun von deutschen Streitkräften.  

Quelle: n-tv.de


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