USA schicken Chinesen nach Hause

  24 Mai 2018    Gelesen: 645
USA schicken Chinesen nach Hause

Die Spannungen im Südchinesischen Meer haben Konsequenzen: Die USA schließen China von einem großen gemeinsamen Manöver im Pazifik aus. Grund dafür ist die jüngste chinesische Verlegung von Raketen auf umstrittene Inseln.

Die USA haben China im Streit über die Aufrüstung im Südchinesischen Meer von einer internationalen Militärübung ausgeladen. Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums sagte, es gebe deutliche Hinweise darauf, dass China unter anderem Raketensysteme zur Abwehr von Schiffen und Flugzeugen auf den Spratly-Inseln stationiert habe.

Pekings Politik im Südchinesischen Meer bereitet den Nachbarn schon seit Jahren Sorge. China hat auf den Spratly- und den Paracel-Inseln Stützpunkte errichtet, die zum Teil auch über Landebahnen verfügen. Am vergangenen Wochenende landeten erstmals schwere Bomber auf einem Eiland.

Der chinesische Diplomat Wang Yi nannte die Entscheidung "sehr unkonstruktiv". Die Aktivitäten seines Landes in der Region dienten der Selbstverteidigung und blieben weit hinter dem Vorgehen der USA auf Guam und Hawaii zurück. Auf Guam betreiben die USA eine große Marinebasis, Pearl Harbour auf Hawaii ist der Heimathafen der Pazifikflotte.

Größte Übung ihrer Art


Die Übung Rim of the Pacific (RIMPAC) findet alle zwei Jahre bei Hawaii statt und gilt als größte ihrer Art weltweit. Die Spratly-Inseln werden von mehreren Staaten wie Vietnam und Taiwan beansprucht. Die USA hatten Anfang des Monats China vorgeworfen, dort aufzurüsten und mit Konsequenzen gedroht.

Durch das Südchinesische Meer verlaufen wichtige Schifffahrtsrouten. Überdies soll es in der Umgebung große Öl- und Gasvorkommen geben. Für die Ernährung der Anrainer spielen auch die Fischvorkommen eine wichtige Rolle.

Bei den zwei Inselgruppen (siehe Karte unten) handelt es sich um eine Ansammlung von größtenteils winzigen Riffen, Sandbänken und Atollen. Die Paracel-Inseln liegen rund 330 Kilometer südöstlich von der chinesischen Insel Hainan. Die Spratly-Inseln erstrecken sich weiter südlich über eine Strecke von rund 1000 Kilometern und liegen deutlich näher an den Küsten der Philippinen, Vietnams und Malaysias als an der Chinas - doch Peking beruft sich auf uralte Ansprüche. Tatsächlich gehörten die Inseln mehrere Jahrhunderte lang nominell zum Reich der Mitte, waren aber bis ins 19. Jahrhundert nicht besiedelt. Bis heute leben kaum Menschen auf den beiden Inselgruppen.

Quelle: n-tv.de


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