Stormy Daniels verklagt ihren Ex-Anwalt

  07 Juni 2018    Gelesen: 924
Stormy Daniels verklagt ihren Ex-Anwalt

Die angebliche Affäre des US-Präsidenten mit einem Pornostar könnte sich zu einem größeren Skandal ausweiten: Daniels zufolge soll ihr früherer Anwalt heimlich mit dem Anwalt von Trump zusammengearbeitet haben. Die 39-Jährige erhebt schwere Vorwürfe.

Ex-Pornodarstellerin Stormy Daniels hat im Streit um die angebliche Affäre mit US-Präsident Donald Trump eine neue Klage eingereicht - diesmal gegen ihren eigenen früheren Anwalt. In der Klage wirft sie dem Rechtsanwalt Keith Davidson vor, eine "Marionette" des Präsidenten zu sein und sie durch eine Zusammenarbeit mit Trumps Anwalt Michael Cohen hintergangen zu haben. Trump soll demnach von der Zusammenarbeit der beiden Anwälte gewusst haben.

Die 39-jährige frühere Pornodarstellerin, die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt, hatte nach eigenen Angaben 2006 eine Affäre mit Trump. Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl unterzeichnete Clifford eine Vereinbarung mit Trumps Anwalt Cohen, in der sie sich verpflichtete, das angebliche Abenteuer nicht auszuplaudern. Im Gegenzug zahlte Cohen ihr 130.000 Dollar. Clifford will aus der Schweigevereinbarung aussteigen und ist deswegen vor Gericht gezogen.

Clifford wirft Cohen und ihrem ehemaligen Anwalt Davidson nun vor, seit Januar heimlich in dem Fall zusammengearbeitet zu haben. Cohen habe so versucht, Clifford zu seinem und zu Trumps Vorteil "zu benutzen und zu manipulieren", erklärt ihr neuer Anwalt Michael Avenatti.

"Unerhört albern"

Cohen und Davidson haben demnach unter anderem den "Plan ausgeheckt", Clifford die Affäre bei einem Auftritt im Fernsehsender Fox News öffentlich dementieren zu lassen. Die Klageschrift listet zudem angebliche Textnachrichten von Cohen und Davidson auf, die eine heimliche Abstimmung zwischen den beiden belegen soll. In einer Mitteilung von Januar bezeichnet Cohen Davidson demnach als "Freund", in einer anderen Mitteilung weist er Davidson an, alle Interviews und Erklärungen Cliffords zu überwachen.

Ein Sprecher Davidsons wies die Vorwürfe als "unerhört albern" zurück. Cohens Anwalt Brent Blakely sagte im Sender CNN, die Klage sei "ein PR-Gag und sonst nichts". Das Weiße Haus hat wiederholt dementiert, dass es eine Affäre zwischen Clifford alias Stormy Daniels und dem Präsidenten gab. Trump hatte zunächst bestritten, von Cohens Überweisung an Stormy Daniels gewusst zu haben. Später räumte er aber ein, er habe seinem Anwalt das Geld erstattet.

Quelle: n-tv.de


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