Waldbrand in Oberbayern

  10 Auqust 2018    Gelesen: 574
Waldbrand in Oberbayern

Es brennt in einem oberbayerischen Bergwald. Und dann ist auch noch Sturm angesagt. Für die Rettungskräfte ist das eine denkbar ungünstige Konstellation. Das Landratsamt Rosenheim ruft den Katastrophenfall aus.

 

Ein Brand im Bergwald oberhalb von Oberaudorf am Inn (Landkreis Rosenheim) hat rund 200 Einsatzkräfte in Atem gehalten. Das Landratsamt rief den Katastrophenfall aus.

Der Brand in dem unwegsamen Gelände könne nur aus der Luft bekämpft werden, teilte die Behörde mit. Dazu starteten mehrere Hubschrauber immer wieder mit ihren Löschwasserbehältern. Der Brand im Gemeindegebiet von Kiefersfelden sei noch nicht unter Kontrolle, hieß es am Abend.

Der Katastrophenfall sei ausgerufen worden, weil dies zur Koordinierung der unterschiedlichen Einsatzkräfte nötig sei, hieß es. Zudem habe es eine Warnung des Deutschen Wetterdienstes gegeben, dass starke Sturmböen zu erwarten seien. Das sei im Falle eines Brandes natürlich eine denkbar ungünstige Lage, sagte eine Behördensprecherin.

"Ein Wahnsinn" - Der Brand war am Vormittag entdeckt worden. Das Gelände sei so steil und der Wind so unberechenbar, dass die Einsatzkräfte nicht in die Nähe des Brandherdes vordringen könnten, teilte das Landratsamt mit. Sie hätten sich über die einzig mögliche Straße dem Feuer genähert und positioniert, um ein Übergreifen der Flammen auf die Ramsauer Alm zu verhindern. Die bei Wanderern beliebte Alm auf 1090 Meter Höhe war bereits früh evakuiert worden.

"Es ist alles unheimlich trocken, ein Wahnsinn", sagte einer der Einsatzkräfte. Die Rauchfahne der brennenden Bäume war kilometerweit zu sehen. Die Ursache für das Feuer war zunächst nicht bekannt. Der Brandherd am Schwarzenberg liegt nach Polizeiangaben an einem steilen, zu Fuß unzugänglichen bewaldeten Berghang.

n-tv


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