Merz will bei Blackrock-Ermittlungen helfen

  07 November 2018    Gelesen: 510
Merz will bei Blackrock-Ermittlungen helfen

Bei Vermögensverwalter Blackrock stehen Ermittler vor der Tür. Angeblich geht es bei der Durchsuchung um Steuerangelegenheiten. Der deutsche Chefaufseher Merz will mit offenen Karten spielen.

Friedrich Merz hat sich zu den Steuer-Ermittlungen gegen Blackrock geäußert. Die Vorwürfe beträfen die Jahre 2007 bis 2011, sagte Merz. Er sei aber erst 2016 Aufsichtsratsvorsitzender des deutschen Ablegers geworden. "Ich habe den Vorstand angewiesen, mit den Ermittlungsbehörden zusammenzuarbeiten und alles auf den Tisch zu legen."

Bei den Ermittlungen der Kölner Staatsanwaltschaft gab es nach Informationen der "Bild"-Zeitung Durchsuchungen in den Räumen des Unternehmens in München. Es gehe um Informationen zu umstrittenen Steuergeschäften ("Cum-Ex"). Ein Blackrock-Sprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Blackrock arbeitet in einer laufenden Untersuchung im Zusammenhang mit "Cum-Ex"-Transaktionen im Zeitraum 2007 bis 2011 uneingeschränkt mit den Ermittlungsbehörden zusammen." Die Kölner Staatsanwaltschaft wollte den Bericht nicht kommentieren. "Ich sage nichts dazu", sagte ein Sprecher.

"Vollkommen unmoralisch"


Bei "Cum-Ex"-Geschäften schieben Investoren rund um den Dividendenstichtag Aktien mit ("cum") und ohne ("ex") Ausschüttungsanspruch zwischen mehreren Beteiligten hin und her. Am Ende ist dem Fiskus nicht mehr klar, wem sie überhaupt gehörten. Die Folge: Finanzämter erstatten Kapitalertragsteuern mehrfach und damit mehr, als sie zuvor kassiert hatten.

Merz hatte zuletzt Aktien-Geschäfte wie "Cum-Ex" und "Cum-Cum" verurteilt. In der "Süddeutschen Zeitung" äußerte er, "Cum Ex" dienten letztlich dazu, "den Steuerzahler auszunehmen". Derartige Geschäfte seien "vollkommen unmoralisch", unabhängig von der juristischen Bewertung. "Dieser Meinung war ich schon immer und habe dies auch immer zum Ausdruck gebracht.

Quelle: n-tv.de


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