In dem Dokument heißt es, dass – laut Aussagen von Flynn – der ehemalige GRU-Chef Igor Sergun im Jahre 2016 im Libanon gestorben sei. Das Verhör soll bereits im Januar 2017 stattgefunden haben; der Dienstzettel mit den Aussagen des ehemaligen Sicherheitsberaters von US-Präsident Donald Trump wurde vom Büro des Sonderermittlers Robert Mueller zur angeblichen russischen Eimischung in die US-Wahlen publik gemacht.
Während des Gesprächs mit den FBI-Vertretern erwähnte Flynn, dass er den damaligen russischen Botschafter in den USA, Sergej Kisljak, angerufen und sein Beileid zum „Tod von Sergun im Libanon“ ausgesprochen habe.
Unter anderem erzählte Flynn, dass er Sergun im Jahre 2013 während einer Dienstreise nach Russland kennengelernt hätte. Die beiden sollen Anknüpfungspunkte gehabt haben: Kinder im gleichen Alter, Anti-Terror-Kampf, Afghanistan. Im Weiteren pflegte Flynn den Kontakt zu Sergun; sie sollen auch eine Videokonferenz gehabt haben.
Russlands Verteidigungsministerium bezeichnete die Aussagen, wonach der GRU-Chef im Libanon ums Leben gekommen ist, als „Verschwörungswahnsinn“. Aus der Behörde hieß es wörtlich:
„Igor Dmitrijewitsch hat sich im Januar 2016 in Russland befunden.“
Generaloberst Igor Sergun war im Zeitraum von 2011 bis 2016 Chef des russischen Militärnachrichtendienstes GRU. Am 3. Januar 2016 war er im Alter von 58 Jahren gestorben. Im Mai 2016 wurde Sergun als „Held Russlands“ ausgezeichnet.
sputniknews
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