Mehrere Orte wegen Schnee nicht mehr erreichbar

  10 Januar 2019    Gelesen: 424
Mehrere Orte wegen Schnee nicht mehr erreichbar

Der Winter hat den Süden weiterhin im Griff: In Bayern ist die Lawinengefahr nach wie vor hoch. Straßen sind gesperrt und Unterricht wird abgesagt. Noch bedrohlicher ist die Lage in Österreich. Obwohl Entspannung in Sicht ist, sollten Auto- und Skifahrer weiterhin vorsichtig sein.

Die Menschen in Bayern und in Österreich ringen weiter mit den Härten des Winters. In Südbayern ist die Siedlung Buchenhöhe in Berchtesgaden und die Gemeinde Jachenau wegen Schnees weitgehend abgeschnitten, aber mit Lebensmitteln ausreichend versorgt. Die Bahn wollte über Nacht unter anderem mit Baggern und Radladern Schneemassen aus den Bahnhöfen Miesbach, Schaftlach in Waakirchen und Schliersee abtransportieren, um den Zugverkehr wieder aufnehmen zu können.

Autofahrer müssen sich den Witterungsbedingungen anpassen und vielerorts deutlich langsamer unterwegs sein. Auch immer mehr Orte in Österreich sind nicht erreichbar - darunter der Ort Galtür in Tirol. Im österreichischen Bundesland Salzburg gilt im Grenzbereich zum Berchtesgadener Land die höchste Warnstufe, außerdem in der Steiermark, sagt n-tv Meteorologe Björn Alexander.

Seit Tagen schneit es vor allem im Alpenraum immer wieder. In der Nacht kamen dort zehn bis 20 Zentimeter, vom Karwendelgebirge bis in die Berchtesgadener Alpen stellenweise bis zu 30 Zentimeter Schnee herunter, so Alexander. Im Tagesverlauf werden es nochmals 10 bis 15, örtlich bis zu 20 Zentimeter. Dort gilt auch für Donnerstag die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Der Schneefall soll aber nachlassen, die Lawinensituation dürfte sich dann in den nächsten Tagen etwas entspannen. Skitouren und Abfahrten abseits gesicherter Skipisten sollte aber dennoch nur unternehmen, wer die Lawinenlage auch wirklich beurteilen kann.

Schüler haben schulfrei, Lehrer nicht

Für viele Kinder vor allem in Oberbayern bedeutet die weiße Pracht schulfrei. Immer mehr Landkreise lassen aus Sicherheitsgründen den Unterricht ausfallen - manchmal flächendeckend, manchmal nur in einzelnen Schulen. Die Lehrer müssen sich dennoch im Schulgebäude aufhalten, wie ein Sprecher des Kultusministeriums sagte. Für sie gelte in der Regel eine Dienstpflicht. Außerdem seien sie für die Betreuung von Schülern zuständig, die trotz schwieriger Bedingungen in die Schulen kommen.

Im Oberallgäu betonten die Behörden, dass der Schulbetrieb dort regulär stattfinde. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ist bis mindestens Mitte nächster Woche vor allem im Alpenraum mit Schnee zu rechnen. Eine aktuelle Unwetterwarnung wegen heftiger Schneefälle gilt bis Freitag.


Quelle: n-tv.de


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