Südamerikanische Staaten gründen neuen Regionalbund

  23 März 2019    Gelesen: 228
  Südamerikanische Staaten gründen neuen Regionalbund

Die Lage in Südamerika ist angespannt, auch wegen der Situation in Venezuela. Manche Staaten stehen zum Präsidenten Nicolás Maduro, andere unterstützen den Oppositionsführer Juan Guaidó. In dieser instabilen Zeit haben nun acht südamerikanische Staaten einen neuen Regionalbund gegründet.

Wie die Deutsche-Presse-Agentur berichtet, soll das neue Regionalbündnis, das bei einem Treffen in Chile ausgerufen wurde, Prosur heißen und ein Forum „ohne Ideologie und Bürokratie, aber mit totalem Einsatz für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte“ sein.

„Hier können die Länder Südamerikas sich austauschen, zusammenarbeiten, sich Gehör verschaffen und gemeinsam mehr Freiheit, Integration und Entwicklung erreichen“, sagte der chilenische Präsident Sebastian Piñera am Freitag.

Vertreter von Brasilien, Argentinien, Chile, Paraguay, Kolumbien, Ecuador, Peru und Guayana unterzeichneten beim Gründungstreffen in Santiago de Chile eine diesbezügliche gemeinsame Erklärung.

Demnach sollen in dem neuen Forum Themen wie Infrastruktur, Energie, Sicherheit, Gesundheit, Verteidigung, Kriminalitätsbekämpfung und Verhütung von Naturkatastrophen behandelt werden.

Prosur soll eine Alternative zu dem zuletzt zunehmend bedeutungslosen Staatenbund Unasur sein.

Unasur war 2008 auf Initiative des damaligen brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva und des damaligen venezolanischen Staatschefs Hugo Chávez gegründet worden. Im Streit um die Positionierung im Venezuela-Konflikt waren zuletzt allerdings viele Mitglieder aus dem links geprägten Staatenbund ausgetreten.

sputniknews


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