Zuvor war bekannt geworden, dass die geplante Fusion von Thyssenkrupp mit dem indischen Konzern Tata Steel vermutlich abgesagt wird. Grund sind Bedenken der europäischen Wettbewerbskommission. Thyssenkrupp-Chef Kerkhoff erklärte, auch die Pläne einer Konzernaufspaltung würden nicht weiter verfolgt. Vertreter der Arbeitnehmer äußerten sich besorgt und forderten ein klares und gerechtes Zukunftskonzept. Der Aktienkurs des Unternehmens stieg nach den Meldungen deutlich.
Es gebe „fortbestehende Bedenken der Kommission“, hieß es in der Mitteilung von Thyssenkrupp zur Begründung. Beide Unternehmen wollten keine weiteren Zusagen oder Nachbesserungen machen, weil sonst die angestrebten Synergieeffekte stark beeinträchtigt würden. Die Fusion galt als ein Kernstück des geplanten Konzernumbaus von Thyssenkrupp. Dieser war ein wichtiges Projekt von Konzernchef Guido Kerkhoff, der seit knapp einem Jahr im Amt ist. Gegen die Aufspaltung in die beiden Teile Werkstoffgeschäft und Industriegüter sprachen offenbar die hohen Kosten.
Deutschlandfunk
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