Unter den Festgenommenen sei ein 19-Jähriger, der im Verdacht stehe, einer kriminellen Vereinigung anzugehören. Zwei der Festgenommenen würden verdächtigt, die Studenten "aus der Hand der örtlichen Polizei von Iguala" in Empfang genommen zu haben.
Bei einem 40-Jährigen handle es sich um den Hauptverdächtigen im Fall des Studenten Julio César Mondragón, dessen Leichnam mit entstelltem Gesicht aufgefunden worden war. Im September war bereits ein Mann festgenommen worden, der als Drahtzieher galt.
Ende 2014 hatte der damalige Generalstaatsanwalt Jesús Murillo Karam erklärt, die Polizei von Iguala habe die 43 Lehramtsstudenten mit Beamten aus dem benachbarten Cocula entführt und sie an die Drogenbande Guerreros Unidos ausgeliefert. Bandenmitglieder gaben an, die Studenten seien auf einer Müllkippe ermordet und verbrannt worden. Demnach soll das Feuer 14 Stunden lang gebrannt haben, bevor die Asche in einen Fluss geworfen wurde.
Bisher wurden aber nur die verkohlten Überreste eines Studenten in einer Tüte in dem Fluss gefunden. Die Hypothese, dass die Leichen eingeäschert wurden, wird daher von mehreren Seiten stark angezweifelt. Dazu zählt auch eine internationale Expertenkommission, die den Fall eingehend untersucht hatte. Die Angehörigen der Studenten hatten immer wieder mit Protesten und Appellen auf ihr Schicksal aufmerksam gemacht und so für Druck auf die Behörden gesorgt.
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