Schon wieder defekter Regierungsflieger

  13 Auqust 2019    Gelesen: 356
Schon wieder defekter Regierungsflieger

Wegen eines neuerlichen Defekts an einem Luftwaffen-Airbus muss Bundesaußenminister Maas mit einem Ersatzflugzeug nach New York reisen. Statt wie geplant mit einem A 321 brach Maas in Berlin-Tegel mit einer kleineren Maschine zu seiner viertägigen Nordamerika-Reise auf. Die Flugbereitschaft der Bundeswehr war zuletzt wiederholt wegen ähnlicher Pannen in die Schlagzeilen geraten.

Um welche Art von Defekt es sich handelt, teilte das Auswärtige Amt nicht mit. Ende Mai musste Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wegen einer gerissenen Cockpitscheibe auf einen Privatjet umsteigen.
Maas hatte zuletzt drei Mal innerhalb von nur drei Monaten wegen Flugzeugpannen Verspätungen hinnehmen müssen. Die Bundesregierung hat Konsequenzen aus den Pannen gezogen und die Beschaffung von drei neuen Langstreckenmaschinen in Auftrag gegeben.

Mitte Mai traf Maas wegen einer Flugzeugpanne mit einer Verspätung von etwa 70 Minuten zu seinem Antrittsbesuch in Bulgarien ein. Ende Februar blieb Maas zum Abschluss einer Afrika-Reise in der malischen Hauptstadt Bamako liegen. 20 Stunden musste er dort auf einen Ersatzflieger warten. Anfang April hatte er bei der Landung in New York eine Reifenpanne. Er musste mehr er als eine Stunde lang in dem Airbus A340 warten, bis er aussteigen konnte, und verpasste deswegen den Auftakt einer informellen Sitzung des UNO-Sicherheitsrats. Davor war er fast ein Jahr lang rund 300.000 Kilometer pannenfrei geflogen.

In New York wird Maas am Dienstag zunächst an einer Sitzung des UNO-Sicherheitsrats zum Schutz der Zivilbevölkerung in Konflikten teilnehmen. Am Nachmittag (Ortszeit) reist der SPD-Politiker nach Kanada weiter, wo er zusammen mit der kanadischen Außenministerin Chrystia Freeland die von ihm initiierte „Allianz der Multilateralisten“ voranbringen will. Darin sollen Länder vernetzt werden, die für internationale Zusammenarbeit und gegen nationale Alleingänge einstehen. 

Letzte Station der Reise ist die kanadische Arktis. In Pond Inlet, einer Inuit-Siedlung mit nur 1300 Einwohnern, will er sich über die Folgen des Klimawandels informieren.

 

Deutschlandfunk


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